Weltumwelttag: Umwelt- und Klimaschutz im Klinikalltag

Umwelttag 5.Juni Weltkugelgrafik grün ökologisch Klinikum Landsberg

Am 5. Juni ist internationaler Weltumwelttag. Er wurde 1972 von den Vereinten Nationen ins Leben gerufen und steht in diesem Jahr unter dem Motto „Von der Natur inspiriert“. Auch für das Klinikum Landsberg am Lech ist dieser Tag ein wichtiger Anlass, auf die Bedeutung von Umwelt- und Klimaschutz im Gesundheitswesen aufmerksam zu machen.

Denn Umwelt- und Klimaschutz betreffen nicht nur große Industrieunternehmen oder private Haushalte. Auch ein Klinikum hat viele Berührungspunkte mit Umweltaspekten: von der Beschaffung von Gütern über den ressourcenschonenden Alltag bis hin zu technischen Großprojekten und Bauvorhaben.

Wir haben dazu mit Yvonne Kube, Umweltmanagementbeauftragte am Klinikum Landsberg am Lech, gesprochen.

Warum ist der Weltumwelttag auch für ein Klinikum ein wichtiges Thema?

Yvonne Kube:
Ein Klinikum kann sehr viel zum Umweltschutz beitragen. Es gibt im Klinikalltag zahlreiche Berührungspunkte mit Umweltaspekten und Umweltthemen. Das beginnt bei der Beschaffung von Gütern, reicht über den ressourcenschonenden Umgang im Alltag und geht bis hin zu technischen Großprojekten.

Nicht zu vergessen ist auch unser Bauprojekt für den Funktions- und Erweiterungsbau. Hier spielt zum Beispiel das Thema Biodiversität eine wichtige Rolle.

Mit unserem jährlichen Umweltprogramm leisten wir einen Beitrag, um den Auswirkungen des anthropogenen Klimawandels entgegenzuwirken – etwa Hitze- und Trockenperioden oder Überschwemmungen. Wichtig ist dabei: Der Klimawandel hat Auswirkungen auf den Menschen und auf die Umwelt. Genau deshalb ist Umwelt- und Klimaschutz auch für ein Klinikum ein zentrales Thema.

Blumenbeet im Patientengarten des Klinikums Landsberg - lila weiß rosa Blüten

Welche Rolle spielt das Klinikum Landsberg am Lech beim Schutz von Umwelt und Klima?

Yvonne Kube:
Das Klinikum Landsberg am Lech ist ein nach EMAS III zertifiziertes Unternehmen. Durch die kontinuierliche Verbesserung unserer Umweltleistung tragen wir proaktiv zum Umwelt- und Klimaschutz bei. Unsere eigenen Ansprüche gehen dabei über die Umweltnorm DIN ISO 14001 hinaus.

Diese Maßnahmen und Entwicklungen werden jährlich in unserer Umwelterklärung für die Öffentlichkeit dargestellt. Dazu gehört auch die kontinuierliche Betrachtung unserer Umweltaspekte, zum Beispiel im Bereich der Treibhausgasemissionen.

Im kontinuierlichen Verbesserungsprozess konnten im Jahr 2025 im Vergleich zu 2024 sowohl die Gesamtemissionen der Treibhausgase als auch die Gesamtemissionen der Luftschadstoffe um jeweils zwölf Prozent CO₂-Äquivalente reduziert werden. Kohlendioxid gilt als relevantes „Leitgas“ in Bezug auf den Treibhauseffekt und die daraus resultierenden Klimaveränderungen. Zur Einordnung: Eine Buche müsste etwa 80 Jahre wachsen, um eine Tonne CO₂ aufzunehmen.

Welche konkreten Herausforderungen sieht das Klinikum beim Umwelt- und Klimaschutz im Klinikalltag – und wie geht man damit um?

Yvonne Kube:
Eine wichtige Herausforderung ist es, interdisziplinär zusammenzuarbeiten – sowohl beim Umweltprogramm als auch bei einzelnen Projekten. Das hausinterne Umweltteam ist dabei ein wichtiges Gremium. Es bietet die Möglichkeit, neue Ideen einzubringen, sich auszutauschen und Maßnahmen gemeinsam weiterzuentwickeln.

Darüber hinaus bietet unser Ideenmanagement jeder Kollegin und jedem Kollegen die Möglichkeit, sich aktiv einzubringen und den Umweltmanagementbeauftragten von Anfang an mit ins Boot zu holen. Dadurch entsteht ein schneller Wissenstransfer. In einzelnen Fällen können gute Ansätze dann auch auf andere Abteilungen übertragen werden.

Was können wir alle konkret tun?

Yvonne Kube:
Umwelt- und Klimaschutz beginnt nicht erst bei großen Projekten. Auch im Alltag kann jede und jeder einen Beitrag leisten. Dazu gehört zum Beispiel, häufiger öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen oder unnötige Autofahrten zu vermeiden. Auch das Einsparen von Energie im Alltag, richtiges Lüften, bewusster Stromverbrauch oder die Bepflanzung mit insektenfreundlichen Blumen sind einfache, aber wirksame Maßnahmen.

Gerade der Weltumwelttag erinnert uns daran, dass viele kleine Schritte gemeinsam etwas bewirken können.

Grafik Umweltthemen. Klinikum Landsberg

Umwelt schützen heißt Gesundheit schützen

Klimakrisen wie Hitzewellen, Trockenheit und Überschwemmungen nehmen zu und wirken sich nachweislich auf Mensch und Umwelt aus. Für ein Klinikum bedeutet das: Umwelt- und Klimaschutz sind immer auch Gesundheitsschutz.

Das Klinikum Landsberg am Lech versteht Nachhaltigkeit deshalb als gemeinsame Aufgabe – im großen Rahmen ebenso wie im täglichen Handeln.