Palliativdienst: Schmerzen und Ängste lindern

Ein Krankenhausaufenthalt aufgrund einer schweren Erkrankung bringt für viele Patientinnen und Patienten und ihre Angehörigen einige Fragen, Sorgen und Belastungen mit sich. Der Palliativdienst im Klinikum Landsberg unterstützt seit Januar 2026 Betroffene in genau dieser Situation.

Das multiprofessionelle Team, das aus Palliativmedizinern, Pflegefachkräften, Physiotherapeuten, Mitarbeitenden des Sozialdienstes sowie dem Klinik-Seelsorger besteht, begleitet die Erkrankten und auch deren Angehörige ganzheitlich.

„Unser Ziel ist es, Beschwerden wie Schmerzen, Atemnot, Übelkeit oder Ängste zu lindern und die Lebensqualität während des Klinikaufenthalts nachhaltig zu verbessern“, erklärt Dr. med. Ingrid Breunig (Fachärztin für Anästhesiologie und Palliativmedizin). „Dabei stehen die persönlichen Wünsche und Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten stets im Mittelpunkt.“

Der Palliativdienst arbeitet eng mit den behandelnden Ärztinnen und Ärzten, den Pflegeteams der jeweilig behandelnden Station und weiteren Fachbereichen zusammen. Die Patientinnen und Patienten werden hierfür auf keine eigene Palliativstation verbracht, sondern bleiben auf der Station auf der sie aufgenommen wurden. „Gemeinsam entwickeln wir individuelle Lösungen, um eine bestmögliche Betreuung sicherzustellen und versuchen auch die Bedürfnisse und Sorgen der Angehörigen mit aufzunehmen “, ergänzt Nicole Schmid (Palliative-Care-Pflegefachkraft).

Wichtig zu wissen: Palliativmedizin ist nicht nur für die letzte Lebensphase gedacht, sie kann bereits frühzeitig bei einer schweren Erkrankung unterstützen und dazu beitragen, Belastungen zu verringern. „Dies kann durch die gesteigerte Lebensqualität sogar zu einer Lebensverlängerung zu führen“, so Dr. Ingrid Breunig.

Patientinnen und Patienten im Klinikum sowie deren Angehörigen zu begleiten, zu entlasten und ihnen mit fachlicher Kompetenz und Menschlichkeit zur Seite zu stehen – das ist die Herzensangelegenheit des Palliativdienst-Teams.

Wie können Patientinnen und Patienten sowie deren Angehörige den palliativmedizinischen Dienst im Klinikum Landsberg erreichen? Bei bestimmten Krankheitsbildern wird der Dienst automatisch beauftragt. Aber es gibt auch einige Diagnosen und Verläufe, bei denen nicht immer sofort klar ist, dass der Patient von einer Palliativbegleitung profitieren könnte. Gerne können auch die Patientin oder der Patient selbst sowie die Angehörigen beim Arzt oder Pflegepersonal nachfragen, ob der Palliativdienst hinzugezogen werden kann.

Auf dem Foto ist das Palliativdienst-Team zu sehen (von links): Dr. med. Sabrina Trebo (Fachärztin für Anästhesiologie, Zusatzbezeichnung Intensivmedizin und Palliativmedizin, leitende Notärztin), Nicole Schmid (Palliative-Care-Pflegefachkraft), Dr. med. univ. Nicolas Malicki (Facharzt für Anästhesiologie, Zusatzbezeichnung Intensivmedizin, Notfallmedizin und Palliativmedizin) und Dr. med. Ingrid Breunig, Fachärztin für Anästhesiologie, Zusatzbezeichnung Notfallmedizin, Zusatzbezeichnung Palliativmedizin).