Nur das tägliche Fahrradfahren zur Arbeit vermisst sie ein wenig, ansonsten ist Dr. med. Marissa Antón sehr glücklich über ihren beruflichen Wechsel nach Landsberg: Die 36-Jährige ist die neue Leiterin des Brustzentrums und der Gynäkologischen Onkologie am Klinikum Landsberg. „Den Patientinnen Mut zu machen ist mir ganz besonders wichtig“, sagt die Oberärztin. Denn sie weiß: Die Diagnose Brustkrebs löst erst einmal in jeder Frau eine Welle der Angst und Unsicherheit aus – doch mit verschiedenen, individuell abgestimmten Therapiemöglichkeiten ist die Krankheit sehr häufig heilbar.
Die Leitung des seit 2014 zertifizierten Brustzentrums am Klinikum Landsberg übernahm Dr. Marissa Antón von der bisherigen Leiterin Dr. Johanna Klein. „Ich hoffe, dass ich das alles ebenso toll weiterführen kann. Hier herrscht ein wunderbares, familiäres Miteinander mit einem Top-Team aus Ärztinnen und Ärzten, Pflege- und OP-Kräften – alles funktioniert absolut reibungslos“, freut sich die neue Oberärztin, die zuvor elf Jahre lang im Helios-Klinikum München-West (Pasing) gearbeitet hat und dort sowohl das Brustzentrum als auch das gynäkologische Krebszentrum mit aufgebaut und zertifizieren hat lassen. Sie bringt nun jede Menge Erfahrung und Qualifikationen mit nach Landsberg: Sie ist Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe, Senior-Mammaoperateurin nach der Deutschen Krebsgesellschaft e.V. OnkoZert, Mitglied der Projektgruppe Mammakarzinom des Tumorzentrums München und Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG). Auch hier möchte sie das Brustzentrum bald über die Deutsche Krebsgesellschaft zusätzlich zertifizieren lassen.
Lange nachdenken konnte und musste sie nicht, ob sie die Leitung des Brustzentrums und der Gynäkologischen Onkologie am Klinikum Landsberg übernehmen würde, wie sie erzählt: „Mein früherer Kollege Andreas Franke – der Leitende Oberarzt des Fachbereichs Gynäkologie am Klinikum Landsberg – rief mich an, ob ich diese Position übernehmen möchte. Ich hospitierte einen Tag und wusste sofort: dort herrscht ein sehr angenehmes Klima.“ Also entschied sie sich dazu, die neue Aufgabe anzutreten, obwohl ihr der Abschied nach so vielen Jahren durchaus schwer fiel.
Einziges Manko jetzt: Bislang fuhr die 36-Jährige, die eine einjährige Tochter hat, jeden Tag von ihrem Wohnort Großhadern nach Pasing mit dem Rad zur Arbeit. „Das geht natürlich nicht mehr, jetzt brauche ich ein Auto – das ich vorher gar nicht hatte -, aber das ist es wert!“ Ihr Mann hält ihr den Rücken frei und befindet sich in Elternzeit für die kleine Tochter. Apropos Ehemann: Er ist auch der Grund für den Accent (und die Betonung) auf dem O im Nachnamen Antón. „Mein Mann ist Halb-Spanier“, berichtet die sympathische Ärztin lächelnd.
Und was ist ihr im Umgang mit den Patientinnen des Brustzentrums besonders wichtig? „Die ausführliche Erklärung und Beratung – denn es gibt viele verschiedene Brustkrebsformen, und jede kann sehr individuell therapiert werden.“ Für sie ist ganz klar: „Ein Arzt muss den Patienten viel Mut machen, besonders, wenn eine schwierige Therapie ansteht.“ Die meisten Brustkrebsarten werden glücklicherweise früh erkannt, aber auch in einem späteren Stadium könne eine gute Stabilität erreicht werden, so Dr. Antón.
„Transparenz, klare Strukturen, geregelte Abläufe – und ein Team, in dem jeder mitzieht“, sind der Oberärztin, die auch Brustrekonstruktionen mittels Implantaten macht, ebenfalls sehr wichtig. Sie selbst beschreibt sich selbst als „sehr offenen Typen, der sehr gewissenhaft und effizient ist … und manchmal auch etwas ungeduldig“.
Ganz aufs Fahrradfahren verzichtet Dr. Marissa Antón nun übrigens nicht – immer donnerstags ist ihr freier Tag, dann wird das Bike wieder hervorgeholt.
Das Brustzentrum am Klinikum Landsberg am Lech
Seit dem Jahr 2014 gibt es das Brustkrebszentrum am Klinikum Landsberg. Es wurde bereits mehrmals erfolgreich durch das Deutsche Onkologie Centrum des Westdeutschen Brust-Centrums (WBC) zertifiziert. Im Jahr 2023 kamen 163 Frauen zur Erstbehandlung ins Brustzentrum am Klinikum Landsberg, im Jahr 2024 waren es 216 und bis Anfang September 2025 schon über 100 Patientinnen. Sie kommen nicht nur aus dem Landkreis Landsberg, sondern aus der ganzen Region Oberbayern/Schwaben. Jedes Jahr steigt die Anzahl der Patientinnen. Die Diagnose Brustkrebs ist mit rund 70.000 Neuerkrankungen pro Jahr die häufigste Krebsdiagnose der Frau. „Zusammen werden individuelle und leitliniengerechte therapeutische Konzepte gemeinsam für jede Patientin erarbeitet“, erklärt die Chefärztin der Gynäkologie und Geburtshilfe, Dr. Britt Kerler. „Voller Vertrauen können sich die Patientinnen in die erfahrenen Hände unseres kompetenten Brustzentrums-Teams begeben.“
Alle Informationen zum Brustzentrum und zum ganzen Team aus sehr erfahrenen Ärztinnen/Operateurinnen finden Sie unter Brustzentrum – Klinikum Landsberg am Lech
Kontakt:
Brustzentrum am Klinikum Landsberg am Lech
Tel: 08191-333 1015
Fax: 08191-333 197 1010
E-Mail: gyn.ambulanz@klinikum-landsberg.de

