Starkes krankhaftes Übergewicht – Adipositas permagna –nimmt in Deutschland seit Jahren deutlich zu und entwickelt sich zu einer der größten gesundheitlichen Herausforderungen.
Immer häufiger sind junge Menschen betroffen und die Folgen reichen weit über individuelle Schicksale hinaus.
In unserem nächsten „Donnerstags im Klinikum“-Vortrag am 26.02.2026 um 19 Uhr im Klinikum gibt Dr. med. Harald Tigges, Chefarzt der Allgemein- und Viszeralchirurgie des Klinikum Landsberg am Lech, einen Überblick über die Symptome, Folgen und modernen Behandlungsmöglichkeiten der chronischen Erkrankung „Adipositas permagna“.
Im Anschluss an den Vortrag besteht die Möglichkeit, Fragen zu stellen.
Zusätzlich wird der Vortrag auch als Zoom-Webinar übertragen.
Dafür einfach am Vortragsabend folgenden Link aufrufen: https://klinikum-landsberg-de.zoom.us/j/85855995393
Für alle Interessierten hier ein kleiner Überblick zu dem Thema:
Adipositas permagna ist keine Frage von Willenskraft oder Lebensstil allein, sondern eine chronische Erkrankung. Sie erhöht das Risiko für Diabetes, Herzinfarkt, Schlaganfall, Bluthochdruck, Gelenkverschleiß, Atemstörungen und bestimmte Krebsarten erheblich. Viele Betroffene leiden unter eingeschränkter Beweglichkeit, chronischen Schmerzen und einer deutlich verminderten Lebensqualität.
Für Kliniken, Arztpraxen und Pflegeeinrichtungen bedeutet diese Entwicklung steigende Fallzahlen, komplexere Behandlungen und wachsende Kosten. Gleichzeitig nehmen krankheitsbedingte Arbeitsausfälle und Frühverrentungen zu – mit spürbaren wirtschaftlichen Folgen.
Neben Prävention, Ernährungsberatung und Bewegung gewinnt ein weiterer Baustein zunehmend an Bedeutung: die bariatrische Chirurgie bzw. Operationen zur Gewichtsabnahme. Für Menschen mit schwerster Adipositas ist sie oft die einzige Therapie, mit der sich dauerhaft und drastisch Gewicht reduzieren und Folgeerkrankungen wirksam verbessern lassen. Studien zeigen, dass operative Verfahren nicht nur das Gewicht senken, sondern auch Diabetes, Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Risiken deutlich reduzieren mitunter in komplette Remission bringen können.
Angesichts der absehbaren Entwicklung braucht es ein Umdenken: Adipositas permagna muss frühzeitig erkannt und in spezialisierten Zentren interdisziplinär behandelt werden. Ohne entschlossenes Handeln droht eine stille Pandemie – mit langfristigen Folgen für Gesundheit, Gesellschaft und Wirtschaft.

