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28.11.2019

Hämorrhoiden: Wenn es juckt und brennt

Schätzungen zufolge hat mehr als jeder Zweite über 30-Jährige im Laufe seines Lebens irgendwann einmal Beschwerden an den Hämorrhoiden.

Jeder Mensch hat Hämorrhoiden. Doch den meisten ist es peinlich, wenn die gut durchbluteten Gefäßpolster am Ausgang des Enddarms Probleme machen. Wer vergrößerte Hämorrhoiden hat, leidet oft unter Beschwerden wie Jucken, Brennen oder Blutungen. Im fortgeschrittenen Stadium können die Schwellungen auch eingeklemmt werden, was das Sitzen sehr schmerzhaft macht.

Typische Risikofaktoren: Bewegungsmangel, Verstopfung, Bindegewebsschwäche

Warum Hämorrhoiden sich vergrößern, ist noch weitgehend unklar. Verschiedene Faktoren begünstigen deren Entstehung. Typische Risikofaktoren sind:

- Bewegungsmangel und langes Sitzen

- Ernährung mit zu wenig Ballaststoffen

- Verstopfung

- Flüssigkeitsmangel

- harter Stuhlgang und starkes Pressen

- dauerhaft eingenommene Abführmittel

- Bindegewebsschwäche

Das Risiko, dass sich Hämorrhoiden vergrößern, nimmt mit dem Alter zu. Vermutlich ist dies darauf zurückzuführen, dass das Gewebe mit der Zeit schwächer wird. Auch gibt es eine familiäre Veranlagung, vergrößerte Hämorrhoiden zu entwickeln.

Vier verschiedene Schweregrade der Hämorrhoidalleiden

Experten unterteilen die sogenannten Hämorrhoidalleiden je nach Größe und Grad des Austretens in vier verschiedene Schweregrade:

Grad I: Die Hämorrhoiden sind nur leicht vergrößert, schmerzlos und von außen nicht sichtbar. Sie wölben sich nur leicht innerhalb des Darms vor und können sich vollständig zurückbilden.Grad II: Die als tastbare Knoten erkennbaren Hämorrhoiden treten beim Stuhlgang aus dem After heraus, ziehen sich aber von selbst wieder zurück. Sie verursachen beim Stuhlgang häufiger Beschwerden.Grad III: Die Hämorrhoiden gehen fast immer mit Schmerzen einher, treten beim Stuhlgang oder anderen körperlichen Aktivitäten aus dem After heraus und ziehen sich nicht mehr von selbst zurück. Ein Zurückschieben mit den Fingern ist möglich.Grad IV: Die Hämorrhoiden sind dauerhaft aus dem After ausgetreten und können nicht mehr zurückgeschoben werden. Meist ragt ein kleines Stück der Analschleimhaut aus dem After heraus (Analprolaps).

Behandlungsmethode hängt vom Stadium der Erkrankung ab

Wer Anzeichen bemerkt, die auf ein Hämorrhoidalleiden hinweisen, sollten dies unbedingt von einem Arzt abklären lassen. So kann Jucken auch auf ein Ekzem oder eine Pilzerkrankung hinweisen oder Blut im Stuhl auf einen Tumor. Erster Ansprechpartner ist der Hausarzt oder ein Arzt, der sich auf die Behandlung von Erkrankungen des Enddarms spezialisiert hat (Proktologe).

Welche Behandlung infrage kommt, hängt vor allem von der Größe der Hämorrhoiden und der Stärke der Beschwerden ab. Hämorrhoiden ohne Beschwerden müssen nicht behandelt werden. Hämorrhoiden ersten und zweiten Grades können gut mit Salben und Zäpfchen behandelt werden. Auch eine Verödungstherapie kommt infrage. Dabei spritzen Ärzte einen Wirkstoff, der die Durchblutung der Hämorrhoiden verringert. Im fortgeschrittenen Stadium kann eine Operation erforderlich sein, bei der Spezialisten die vergrößerten Gefäßpolster entfernen.

Klinikum Landsberg: Spezialisten in der Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie

Im Klinikum Landsberg steht Betroffenen in der Abteilung für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie ein kompetentes Team zur Verfügung. Die Spezialisten nehmen die Sorgen und Ängste ihrer Patienten ernst und behandeln sie nach neuesten medizinischen Standards. Dabei setzen sie modernste Methoden und Techniken ein. Die Abteilung um Chefarzt Dr. Harald Tigges kooperiert zudem mit dem auf dem Klinikgelände ansässigen Chirurgischen MVZ Landsberg, in dem der Proktologe Andreas Gruber praktiziert.

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