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14.08.2019

Was ist eigentlich ein Bauchaneurysma

Im Alter von 65 bis 75 Jahren entwickeln ungefähr zwei Prozent aller Männer ein sogenanntes Bauchaortenaneurysma. Frauen sind seltener betroffen. Das Risiko steigt mit dem Alter.

Als Bauchaortenaneurysma bezeichnen Ärzte eine Ausbuchtung der Bauchschlagader. Diese verläuft in der Bauchhöhle und hat normalerweise einen Durchmesser von etwa zwei Zentimetern. Von einem Aneurysma sprechen Ärzte, wenn sich die Bauchschlagader auf einen Durchmesser von mehr als drei Zentimetern ausdehnt.

Männliches Geschlecht und Rauchen sind die bedeutsamsten Risikofaktoren

Ein Aneurysma entsteht, wenn die Elastizität der Gefäßwände nachlässt. Hat sich die Gefäßwand an einer Stelle ausgeweitet, dehnt sie sich tendenziell weiter aus, sodass sich die Ausbuchtung vergrößert. Mehrere Faktoren erhöhen das Risiko, ein Aneurysma der Bauchschlagader zu entwickeln:

Männer sind häufiger betroffen als Frauender Zustand nach einem Herzinfarktdas Risiko steigt mit dem Altergrößter Risikofaktor ist das RauchenMenschen mit Bluthochdruck sind häufiger betroffenhohe Blutfettwerte (Cholesterin) erhöhen das Risiko, ein Aneurysma zu entwickelnMenschen, die nahe Verwandte mit einem Bauchaortenaneurysma haben, sind öfter betroffenDurchblutungsstörungen der Beine

Oft verursachen Aneurysmen keinerlei Beschwerden

Viele Aneurysmen werden nicht entdeckt, weil sie keine Beschwerden verursachen und harmlos bleiben. In der Regel dehnen sie sich nur langsam weiter aus. Wird ein Aneurysma größer, berichten Betroffene mitunter von Rücken- oder Bauchschmerzen. Doch nur ein Teil aller Aneurysmen wird so groß, dass ein erhöhtes Risiko besteht, dass das Aneurysma reißt. Das allerdings ist ein Notfall und lebensbedrohlich, weil Betroffene viel Blut verlieren.

Ein Aneurysma der Bauchschlagader lässt sich mittels Ultraschalluntersuchung erkennen. Ob und welche Behandlung sinnvoll ist, ist vor allem von der Größe des Aneurysmas abhängig. Ist das Risiko hoch, dass ein Aneurysma reißt, ist ein operativer Eingriff die einzige Möglichkeit, dem vorzubeugen. Entweder öffnen Spezialisten in einer offenen Operation das Aneurysma über einen Bauchschnitt und ersetzen es durch ein künstliches Gefäßstück. Oder sie führen ein Röhrchen (Stent-Prothese) über einen kleinen Schnitt in der Leiste in eine Arterie ein, schieben es bis in das Aneurysma vor und setzen es in die Ausbuchtung ein.

Spezialisten in der Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie

Im Klinikum Landsberg steht allen Betroffenen in der Abteilung für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie ein kompetentes Team zur Verfügung. Die Spezialisten nehmen die Sorgen und Ängste ihrer Patienten ernst und behandeln sie nach neuesten medizinischen Standards. Dabei setzen sie modernste Methoden und Techniken ein.

Ansprechpartner

Dr. med. Harald Tigges, Chefarzt der Abteilung für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie, Facharzt für Chirurgie, Viszeralchirurgie und Spezielle Viszeralchirurgie; Ernährungsmedizin

Dr. med. Johannes Wagner, Leitender Oberarzt der Abteilung für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie, Facharzt für Chirurgie, Viszeralchirurgie und Spezielle Viszeralchirurgie, Gefäßchirurgie und endovaskuläre Chirurgie, Hygienebeauftragter Arzt des Klinikums

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