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27.05.2019

Arthrose: Wann ein künstliches Gelenk sinnvoll ist

Am Donnerstag, 6. Juni 2019, findet um 19 Uhr im Klinikum Landsberg in unserem Vortragsraum im Untergeschoss folgender Fachvortrag statt, zu dem wir alle Interessierten herzlich einladen.

Referenten sind Dr. med. Urs M. Abker, Chefarzt der Chirurgischen Abteilung, Schwerpunkt Unfallchirurgie und Orthopädie, und Dr. med. Steffen Vennemann, Leitender Oberarzt der Chirurgischen Abteilung, Schwerpunkt Unfallchirurgie und Orthopädie.

Viele, gerade ältere Menschen, belastet der Verschleiß (Arthrose) von Schulter-, Hüft- oder Kniegelenk enorm. Zunächst schmerzt das betroffene Gelenk meist nur, wenn man es belastet. Mit der Zeit werden die Beschwerden stärker. Oft fühlen sich die Gelenke dann steif an, vor allem morgens nach dem Aufstehen. Schreitet der Verschleiß weiter voran, schmerzen die Gelenke auch in Ruhe. Nachts kann das den Schlaf stören. Letztlich schränkt Arthrose die Mobilität und damit die Lebensqualität der Betroffenen mehr und mehr ein.

Sport stärkt die Muskulatur und fördert die Beweglichkeit

Wer mit Arthrose zu tun hat, meidet oft Sport und Bewegung – auch in der Sorge, das betroffene Gelenk zu stark zu belasten. Doch dies ist völlig grundlos. So leiden die Gelenke vor allem dann, wenn sie zu wenig bewegt werden. Einerseits sorgen Bewegung und Druck dafür, dass der Stoffwechsel des Gelenkknorpels funktioniert. Andererseits stärkt Sport die Muskulatur, verbessert die Stabilität der Gelenke und fördert die Beweglichkeit. Schon der Alltag kann dafür hilfreich sein. Wer unter einer Kniearthrose leidet, „trainiert" beispielsweise schon beim Treppensteigen oder Aufstehen von einem Stuhl.

Ein regelmäßiges Kräftigungs- und Beweglichkeitstraining kann die Schmerzen lindern und die Gelenkfunktion verbessern. Auch wenn die Gelenke schmerzen, ist es meistens ratsam, in Bewegung zu bleiben.

Schmerzfrei bewegen, Gelenkfunktionen wiederherstellen

Um die schmerzfreie Beweglichkeit und Funktion der Gelenke wieder herzustellen, gibt es eine Vielzahl konservativer und operativer Verfahren, bis hin zum Gelenkersatz mit einer Endoprothese. So nennen Experten künstliche Gelenke, weil sie sich im Körper befinden (endo = innen).

Wann genau ein Gelenkersatz nötig wird, hängt immer auch vom Einzelfall ab. Für den Kniegelenkersatz gibt es zum Beispiel spezielle Empfehlungen, die eine Expertengruppe erarbeitet hat. Demzufolge kommt ein Gelenkersatz insbesondere dann in Betracht, wenn:

der Betroffene seit mehreren Monaten starke Knieschmerzen hat, an mehreren Tagen in der Woche oder dauerhaft, andere Behandlungen einschließlich Schmerzmittel und Bewegungstherapien über mehrere Monate die Schmerzen nicht ausreichend lindern konnten, die Lebensqualität des Betroffenen stark beeinträchtigt ist und eine Röntgenuntersuchung im Stehen die für Arthrose typische Veränderungen des Kniegelenks eindeutig nachgewiesen hat.

Je nach Gelenk gibt es unterschiedliche Arten von Endoprothesen. Geht es um Knie-Endoprothesen, unterscheiden Experten zum Beispiel, ob die Prothese die ganze Gelenkfläche oder nur einen Teil ersetzt. Welches Modell infrage kommt, hängt von vielen Faktoren ab. Für Hüft-Endoprothesen werden unterschiedliche Materialien und Größen verwendet. Dabei setzen Ärzte am häufigsten sogenannte Geradschaft-Prothesen ein.

Die meisten Patienten kommen gut mit künstlichen Gelenken zurecht

Die meisten Menschen kommen mit einem künstlichen Hüft- oder Kniegelenk gut zurecht. Nach zehn Jahren sind noch mehr als 95 Prozent der Hüftprothesen intakt und mehr als 90 Prozent der Knieprothesen. Dabei hängt die Haltbarkeit von mehreren Faktoren ab, wie dem eingesetzten Material, dem Körpergewicht oder der Belastung, der sie ausgesetzt wird. Ein Austausch kann nötig werden, wenn sich Teile lockern oder abnutzen.

Inzwischen bieten immer kleinere Implantate und minimal-invasive Zugänge den Betroffenen eine schonendere Operation, eine kürzere Rehabilitation und einen langen Behandlungserfolg. Viele Patienten können nach einer Operation wieder schmerzfrei gehen.

 


 

 

Ansprechpartner: Dr. med. Urs M. Abker Chefarzt der Chirurgischen Abteilung Schwerpunkt Unfallchirurgie und Orthopädie

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