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01.04.2019

Frauensache: Erkrankungen der Gebärmutter

„Frauensache: Erkrankungen der Gebärmutter" – um dieses sensible Thema ging es dieses Mal in unserer Vortragsreihe „Donnerstags im Klinikum". Und es waren auch ausschließlich Frauen gekommen, die viele Fragen an Referentin Burcu Erdem mitbrachten. Die Oberärztin des Fachbereichs Gynäkologie und Geburtshilfe am Klinikum Landsberg richtete in ihrem Vortrag immer wieder einen ganz dringenden Appell an alle Frauen: "Gehen Sie regelmäßig zur Vorsorge zum Frauenarzt! Nur dann kann man Krankheiten rechtzeitig erkennen und therapieren."

Dringender Appell: regelmäßig zum Frauenarzt gehen 

Welche unterschiedlichen Erkrankungen der Gebärmutter (Uterus) es überhaupt gibt und wie sie behandelt werden können, darüber berichtete Erdem ausführlich. Generell, sagte sie, können Frauen in nahezu jedem Alter Beschwerden oder Erkrankungen der Gebärmutter entwickeln. Zu den häufigsten gehören: Blutungsstörungen (vor oder auch nach der Menopause), Myome (gutartige Muskelknoten), Polypen (Schleimhautausstülpungen in die Gebärmutterhöhle), Endometriumhyperplasie (Größenzunahme der Gebärmutterschleimhaut).

Zwar sei die Entfernung der Gebärmutter nach wie vor eine der häufigsten Operationen, die Ärzte im gynäkologischen Bereich vornehmen, allerdings habe diese Zahl in den vergangenen Jahren bereits stark abgenommen – und zwar dank der Früherkennung, so Burcu Erdem. „Hier muss aber noch viel mehr passieren, damit es gar nicht mehr so häufig zu diesem Schritt kommen muss – eine regelmäßige Vorsorgeuntersuchung ist das Allerwichtigste". Je länger die Patientinnen warten, umso schwieriger könne die Therapie werden. Wenn die Gefahr bestehe, dass Krebs entstehen könnte, komme man um einer Entfernung der Gebärmutter nicht herum. „Aber es muss nicht immer sein", betonte die Ärztin.

Woher kommen die Schmerzen?

Sehr wichtig für die Diagnose und manchmal auch bereits für die Behandlung der Erkrankungen ist laut Erdem die Gebärmutterspiegelung (Hysteroskopie). „Hierbei können die Ärzte das Innere des Uterus mit einem Endoskop anschauen und oft schon erkennen, woher die Beschwerden – Blutungen oder Schmerzen – kommen." Bei der Gebärmutterspiegelung könne beispielsweise eine Verödung der Schleimhaut vorgenommen werden. Bewährt habe sich hier die NovaSure „Goldnetz"-Methode, bei der die Schleimhaut mittels linearem Strom verödet wird.

Einen ganz besonderen Stellenwert müsse laut Burcu Erdem die HPV-Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs einnehmen. Denn durch diese Impfung seien die Erkrankungen in den vergangenen Jahren in Deutschland deutlich zurückgegangen. „In anderen Ländern, zum Beispiel in Australien, ist man hier aber schon viel weiter – dort sind bereits 80 Prozent dagegen geimpft", so die Oberärztin. Man müsse hierzulande noch mehr am Bewusstsein arbeiten.

Eine wichtige Impfung

Viele Frauen fürchten Krebserkrankungen wie Gebärmutterkrebs (Endometriumkarzinom) oder Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom). Gebärmutterhalskrebs werde fast immer durch lange zurückliegende Infektionen mit den sogenannten Humane Papilloma-Viren (HPV) verursacht. Ärzte empfehlen daher Mädchen und jungen Frauen eine Impfung gegen diese Viren. „Die Impfung verhindert HPV-bedingte Krebserkrankungen wie Gebärmutterhalskrebs oder deren Vorstufen", so Erdem. Seit Kurzem wird sie auch Jungen im Alter von 9 bis 14 Jahren empfohlen. Und ab dem Jahr 2020, so informierte die Ärztin weiter, sind auch Frauen ab 35 eingeladen, den HPV-Test zu machen.

Durch den Gebärmutterhals-Abstrich bei der Vorsorge können Frauenärzte Vorstufen von bösartigen Veränderungen frühzeitig erkennen und therapieren, bevor Krebs entsteht. Und auch hier gelte wieder: „Je früher zum Arzt, desto besser", betonte Burcu Erdem.

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