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11.03.2019

Der Deutsche Schmerzpreis geht an Dr. Benjamin Luchting

Was für ein Erfolg: Priv.-Doz. Dr. Benjamin Luchting, Leitender Arzt des hauseigenen Schmerzzentrums, hat jetzt den Deutschen Schmerzpreis 2019 verliehen bekommen. Dieser gilt als einer der renommiertesten und höchst dotierten Preise in diesem Bereich. Wie viel ihm das bedeutet, beschreibt Dr. Luchting so: „Der Deutsche Schmerzpreis ist für mich eine ganz besondere Ehre und Auszeichnung für meine Forschungstätigkeit und bestärkt mich darin, durch weitere Forschungsprojekte an einer Verbesserung der Versorgungssituation und Behandlungsmöglichkeiten für Patienten mit chronischen Schmerzen mitzuwirken."

Der chronische Schmerz und das Immunsystem

Und wofür hat Dr. Luchting den Preis bekommen? Das Thema der von ihm eingereichten Arbeit lautet: „T-Zell Immunologie bei chronischen Schmerzen" und befasst sich mit der Erforschung zum Zusammenhang zwischen Immunsystem und chronischen Schmerzen, wie Luchting erklärt. „Gemeinsam mit Herrn Priv.-Doz. Dr. med. Jens Heyn habe ich dafür in einem umfassenden Forschungsprojekt das Immunsystem bei Patienten mit verschiedenen Formen von chronischen Schmerzen aus unterschiedlichen Blickwinkeln untersucht. Während bei akuten Schmerzen vor allem das „angeborene Immunsystem" eine Rolle spielt, sind bei chronischen Schmerzen vor allem die T-Zellen, als Hauptbestandteile des „erworbenen Immunsystems", bedeutsam. Das Forschungsprojekt startete 2011 in der Interdisziplinären Schmerzambulanz der LMU München mit der dortigen Leiterin Prof. Dr. med. Shahnaz Azad.

Und der Lohn für all die Mühe und Forschung ist nun der Deutscher Schmerzpreis. Dieser wird seit dem Jahr 1986 als Förderpreis der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin (DGS) verliehen. Und zwar an Persönlichkeiten oder Organisationen, die sich durch wissenschaftliche Arbeit über Diagnostik und Therapie akuter und chronischer Schmerzzustände verdient gemacht haben, oder die durch ihre Arbeit oder ihr öffentliches Wirken entscheidend zum Verständnis des Problemkreises Schmerz beitragen. So ist es auf der Internetseite Wikipedia zu lesen, wo alle Preisträger seit 1986 aufgelistet sind – unter anderem Fachexperten aus den USA und aus London. Ab sofort wird in dieser Liste auch Priv.-Doz. Dr. Luchting vom Klinikum Landsberg am Lech zu finden sein.

Und er will weiter forschen

Die Preisverleihung fand am 8. März im Rahmen des 30. Deutschen Schmerz- und Palliativtages in Frankfurt am Main statt. Ein Ziel dieses Events ist es, das allgemeine Interesse und das Verständnis für Schmerzpatienten und für die verschiedenen Methoden der Schmerztherapie zu wecken. Bislang, so Luchting, wurde der Preis durch eine große Pharmafirma gestiftet, seit diesem Jahr aber ausschließlich durch die Mitgliedsbeiträge der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin – „die Pharma-Unabhängigkeit wertet den Preis damit gleich nochmals auf", so Luchting.

Und welche Projekte treiben Dr. Luchting weiter an? Luchting berichtet: „Auch nach meinem Wechsel an das Klinikum Landsberg 2016 blieb eine sehr enge Kooperation mit der LMU bestehen. Seit dem Beginn meiner Spezialisierung auf Schmerzmedizin 2011 mit Habilitation und Ernennung zum Privatdozenten 2017 bin ich dort auch als Dozent für das Fach Schmerzmedizin engagiert." Im Jahr 2015 erhielt Luchting von seinen Studenten übrigens auch die Auszeichnung „Bester Dozent".
Aktuell befasst er sich als Studienleiter zusammen mit Priv.-Doz. Dr. Heyn mit klinischen Studien zum „Einfluss soziodemographischer- und psychologischer Faktoren auf den Therapieerfolg multimodaler Schmerztherapien". Diese Studien laufen im Schmerzzentrum des Klinikums Landsberg seit 2017 und werden voraussichtlich nächstes Jahr erste Ergebnisse liefern, so Luchting weiter.

Im Schmerzzentrum am Klinikum Landsberg, bestehend aus Ambulanz und Tagesklinik mit zwölf Therapieplätzen, werden die Patienten mit chronischen Schmerzerkrankungen umfassend untersucht und behandelt. Unter Berücksichtigung aller persönlichen, körperlichen, seelisch-emotionalen Faktoren erstellt das Team die Diagnose und entwickelt ein ganzheitliches orientiertes Therapiekonzept.


 

Ansprechpartner: Priv. Doz. Dr. med. Benjamin Luchting, Leitender Arzt des interdisziplinären Schmerzzentrums und Stellvertreter des Chefarztes Dr. Christian Moser.


 

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